Diagnostik

Diagnostik

Haben Sie einen Knoten in der Brust selbst getastet? Oder ist bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt/-ärztin ein Knoten aufgefallen? Zur weiteren Abklärung werden Sie an eine radiologische Praxis überwiesen. In der Regel ist die Kombination mehrerer Untersuchungsverfahren nötig. Wir bieten das gesamte Spektrum der Mamma-Diagnostik an. Dazu gehören:

    •    ärztliches Gespräch und ärztliche Untersuchung
    •    Mammographie
    •    Ultraschalluntersuchung (Sonographie):
    •    Kernspintomographie (MRT)
    •    Milchgangsdarstellung (Galaktographie)
    •    Probeentnahme (Biopsie)

Mammographie

Röntgenaufnahme der Brust
Die Mammographie ist das wichtigste bildgebende Verfahren zur Beurteilung der Brustdrüse und kann bisher von keinem anderen Verfahren ersetzt werden.
In unserem Brustzentrum gibt es zudem die Möglichkeit der digitalen Mammographie. Bei dieser neuen Methode ersetzt ein digitaler Bildspeicher den klassischen Röntgenfilm. Die Bilder können einer Computeranalyse unterzogen werden, ein Austausch mit weiteren Experten via Internet ist problemlos möglich.

Begutachtung der Röntgenbilder

Bei der Mammographie werden jeweils zwei Röntgenaufnahmen pro Brust angefertigt. Um die Strahlenbelastung gering zu halten und gleichzeitig die Bildschärfe zu erhöhen, muss die Brust dabei etwas komprimiert werden.
Die weibliche Brust ist unmittelbar im Anschluss an die Menstruation am wenigsten druckempfindlich. Daher empfiehlt sich als bester Untersuchungszeitraum für Frauen im geschlechtsreifen Alter – wenn möglich – der Zeitraum vom 5. bis 15. Zyklustag.

Sonographie

Die Mammographie wird meist durch eine Ultraschalluntersuchung der Brustdrüse und der Lymphknoten in der Achselhöhle ergänzt. Mit diesem Verfahren können Bilder vom Brustinneren mit hochauflösenden Ultraschallwellen ohne Strahlenexposition gemacht werden.
Diese bildgebende Untersuchung dient einmal zur Auffindung von in der Mammographie nicht nachweisbaren Tumoren. Darüber hinaus kann die Sonographie solide Tumoren und Zysten differenzieren, was in der Mammographie nicht immer zuverlässig gelingt. Auch können sonographisch in der Achselhöhle zuverlässig vergrößerte Lymphknoten erkannt werden.
Die Ultraschalluntersuchung ist ein ergänzendes Verfahren, aber kein Ersatz für die Mammographie, da insbesondere Mikroverkalkungen als wichtiger Hinweis auf einen möglichen Tumor nicht darstellbar sind.
Da bildgebende Verfahren in aller Regel nicht zu einem endgültigen diagnostischen Ergebnis führen, sollte der Befund schon vor einer möglichen Operation durch eine Probeentnahme (Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie) weiter abgeklärt werden.
Diese Untersuchung wird nach örtlicher Betäubung weitgehend schmerzfrei durchgeführt. Über eine Hohlnadel werden sonographiegesteuert kleine Gewebsstücke entnommen und von einem Pathologen unter dem Mikroskop befundet. Die Untersuchung führt zu keiner körperlichen Beeinträchtigung und kann deshalb ambulant durchgeführt werden. Der feingewebliche Befund liegt am darauf folgenden Tag vor, das weitere Vorgehen kann mit Ihnen persönlich besprochen werden.
Eine Sonderform der präoperativen Probeentnahme ist die mammographiegesteuerte Vakuumbiopsie, welche im Missio Brustzentrum Würzburg in der radiologischen Praxis von Herrn Prof. Dr. med. A. Tschammler durchgeführt werden kann. Bei dieser sicheren und schonenden Methode kann mit Hilfe einer speziellen Hohlnadel unter Mammographiekontrolle Gewebe aus verdächtigen Befunden der Brust gewonnen werden.
Im Falle eines bösartigen Befundes oder einer Vorstufe ist durch die gewebliche Untersuchung die nachfolgende Operation konkret planbar mit dem Ziel, die Anzahl der notwendigen Operationen zu senken. Im Falle eines gutartigen Ergebnisses kann durch die Vakuumbiopsie in der Regel eine Operation vermieden werden.


Kernspintomographie (MRT)

Die Kernspintomographie ist eine Untersuchungsmethode, die mit Hilfe eines Magnetfeldes die gleichzeitige Darstellung beider Brustdrüsen in einem hoch auflösenden bildgebenden Verfahren ermöglicht. Dieses Untersuchungsverfahren, das immer mit intravenös verabreichtem Kontrastmittel durchgeführt wird, ist nur bei speziellen Fragestellungen angebracht.
Es dient z.B. zur weiteren Abklärung zweifelhafter Befunde und in einzelnen Fällen zur Bestimmung der Tumorausdehnung. Die Kosten für die Untersuchung können in Einzelfällen von den Krankenkassen übernommen werden.
Die Magnetresonanztomographie wird darüber hinaus als ergänzende Methode bei speziellen Indikationen wie in der Nachsorge von Brustkrebspatientinnen eingesetzt, welche brusterhaltend operiert bzw. mit einem Implantat versorgt wurden. Außerdem führen wir sie in Einzelfällen bei Patientinnen mit nachgewiesenem Brustkrebs zur besseren Ausdehnungsbestimmung und zum Ausschluss möglicher weiterer Herde (Multizentrizität) durch. Auch ist in ausgewählten Fällen durch die MRT nach Ausschöpfung vorheriger Bildgebung ein diagnostischer Zugewinn möglich.


Staginguntersuchung

Für die Planung der optimalen Behandlung einer bösartigen Erkrankung der Brust ist es besonders wichtig, festzustellen, ob es zu einer Streuung in den Körper gekommen ist.
Vor Beginn der Behandlung werden deshalb sog. Staginguntersuchungen durchgeführt, die eine mögliche Ausbreitung des Tumors in besonders gefährdeten Organen erkennen lassen oder ausschließen.
Folgende Untersuchungen werden durchgeführt:

  • Abnahme von Tumormarkern aus dem Blut
  • Röntgen-Aufnahme der Lunge
  • Ultraschalluntersuchung und ggf. Computertomographie des Bauchraumes mit Beurteilung besonders der Leber
  • Skelettszintigraphie; hierbei wird eine radioaktive Substanz intravenös injiziert, die den Knochenstoffwechsel bildlich darzustellen erlaubt und Metastasen, also Tochtergeschwülste, entdecken kann.
Mammografie
(Foto: Sven Bähren / Fotolia)
Bild eines Ultraschalls
Bild eines Ultraschalls
Kernspintomographie (MRT
Kernspintomographie (MRT
Röntgenaufnahme der Lunge
Röntgenaufnahme der Lunge
Computertomographie des Bauchraums
Computertomographie des Bauchraums
Skelettszintigraphie
Skelettszintigraphie