Coronavirus: Aktuelle Informationen zu Schwangerschaft und Geburt

Die Corona-Pandemie trifft werdende Eltern besonders hart. Denn sie bringt zahlreiche Unsicherheiten und Fragen angesichts der bevorstehenden Entbindung mit sich und beeinflusst leider auch die Abläufe rund um die Geburt.

Ich möchte Ihnen versichern, dass wir auch in dieser außergewöhnlichen Zeit für Sie da sind. Rund um die Uhr sind unsere Hebammen, Ärzte und Pflegekräfte im Einsatz, um Ihnen während der Entbindung sowie in der Zeit danach medizinisch wie auch menschlich zur Seite zu stehen.

Damit wir dabei sowohl Sie als auch unser Personal bestmöglich schützen können, gelten derzeit einige Besonderheiten. Diese möchten wir Ihnen im nachfolgenden FAQ gerne vorstellen und genauer erläutern.

Alle Maßnahmen dienen sowohl Ihrem als auch unserem Schutz. Wir bitten Sie daher, sich an diese Vorgaben zu halten und uns so dabei zu unterstützen, unsere Begleit- und Besuchsmöglichkeiten auch weiterhin aufrecht erhaltenen zu können. 

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe.
Bleiben Sie gesund.

Ihr

Dr. med. Hanns-Jörg Grimminger
Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Klinikum Würzburg Mitte, Standort Missioklinik


Finden Geburten wie geplant statt?

Derzeit können alle Geburten wie geplant stattfinden. Es ist uns ein großes Anliegen, Ihnen auch in dieser Krisenzeit ein Geburtserlebnis zu ermöglichen, das Ihnen in angenehmer Erinnerung bleibt.

Wie kann ich mich vorab über die Klinik und die Entbindung informieren?

Leider entfallen unsere Präsenzveranstaltungen "Infoabend für werdende Eltern" sowie der "Still-Informationsabend" derzeit in der Klinik.

Diese bieten wir Ihnen aktuelle online an. Hier können Sie sich im Vorfeld informieren und anmelden:

Findet die Schwangerenberatung noch statt?

Ja, die Schwangerenberatung findet statt. Bei Ihrer Anmeldung zur Geburt vereinbart unser Sekretariat mit Ihnen einen Termin für die Beratung. Bitte kommen Sie ohne Begleitperson zum Termin.

Sind Begleitpersonen bei der Entbindung zugelassen?

Die Geburt eines Kindes ist ein besonderes Ereignis und wir möchten Vätern nicht verwehren, dabei zu sein und ihr neu geborenes Kind zu sehen. Daher ist auch weiterhin eine Begleitung im Kreißsaal erlaubt.

Zugelassen ist jedoch nur eine einzelne Person, ein Wechsel ist nicht möglich. Für diese Person gilt die Testpflicht an Krankenhäusern unabhängig vom Geimpften-Genesenenstatus. Die Begleitperson darf keine Erkältungs- und/oder Grippesymptome aufweisen. Dies gilt auch bei einem Kaiserschnitt.

Bei Einleitungen oder Blasensprung ohne Wehentätigkeit ist die Anwesenheit der Begleitperson erst bei Geburtsbeginn erlaubt. Wir bitten um Verständnis, dass der genaue Zeitpunkt der Anwesenheit oftmals erst situativ entschieden werden kann.

Bei ambulanten Vorstellungen oder geplanten Untersuchungen im Kreißsaal (z. B. Sonographie, Kaiserschnittsaufklärung) ist derzeit keine Begleitung zugelassen.

Der Eingang zum Kreißsaal ist momentan geschlossen, Entbindende können dort an der Türe klingeln und werden dann herein gelassen.

Sind Besucher auf der Wochenbettstation zugelassen?

Die Bezugsperson, die bei der Entbindung dabei war, darf täglich zwischen 10:00 Uhr und 17:30 Uhr für bis zu vier Stunden zu Besuch kommen. 

Voraussetzung: Vorlage eines negativen Antigenschnelltest- (max. 24 alt) oder PCR-Ergebnisses (max. 48h alt). Dies gilt unabhängig vom Geimpften-, Genesenenstatus.

Alle wichtigen Informationen für Besucher finden Sie hier

Wir bemühen uns, Ihnen die Geburt und die Zeit danach auch in dieser Krisenzeit so angenehm wie möglich zu machen. Um unsere Begleit- und Besuchsmöglichkeiten aufrecht erhalten zu können, sind wir darauf angewiesen, dass alle Patientinnen und Begleitpersonen sich an die geltenden Vorgaben und staatlichen Anordnungen halten. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe!

Besteht Maskenpflicht für Schwangere während der Geburt im Kreißsaal?

Zu Beginn, d. h. bei Ankunft, Aufnahme etc. in der Klinik, sollen die Patientinnen eine Maske tragen. Sobald Sie in den Wehen liegen bzw. während der Entbindung dürfen Sie die Maske dann absetzen. Sind Sie nicht gegen Covid-19 geimpft oder davon genesen, ist bis zum Vorliegen des negativen PCR-Testergebnisses eine FFP2-Marke zu tragen.

Für die Begleitperson gilt die FFP2-Maskenpflicht während der gesamten Geburt.

Ich wurde während der Schwangerschaft positiv auf das Coronavirus getestet oder habe den Verdacht, infiziert zu sein: Was soll ich tun?

Wenn Sie positiv getestet wurden, Kontakt zu einem COVID-19-Patienten hatten oder Erkältungssymptome zeigen, nehmen Sie bitte unbedingt vor der Entbindung Kontakt zum Kreißsaal auf. So kann sich das Team entsprechend vorbereiten und Schutzvorkehrungen treffen, um eine Infektionsübertragung zu vermeiden. Für erkrankte Patientinnen oder Verdachtspatientinnen gibt es eine spezielle Schutzausrüstung.

Infektionen der Neugeborenen sind nach aktuellen Erkenntnissen zwar möglich, jedoch sehr selten und auch nur selten symptomatisch.  Auch ist die Infektionsrate nicht höher, wenn das Kind natürlich geboren wird und in der darauffolgenden Zeit mit der Mutter zusammen ist (s. dazu auch die Frage „Was ist beim Stillen zu beachten?“).

Was ist beim Stillen während einer COVID-19 Infektion zu beachten?

Auch wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, möchten wir Ihnen das Stillen ermöglichen. Das Risiko einer Infektionsübertragung durch die Muttermilch ist bislang zwar nicht vollständig geklärt, erscheint jedoch unwahrscheinlich. Das Stillen bei infizierter Mutter wird im internationalen Konsens der Fachgesellschaften befürwortet.

Bitte beachten Sie dabei jedoch einige Hygienemaßnahmen. Achten Sie auf eine gründliche und regelmäßige Hygiene Ihrer Hände, der Brust sowie von Milchpumpen. Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und verzichten Sie auf Schleimhautkontakt. Das heißt: Streicheln ist in Ordnung, verzichten Sie jedoch bitte auf Küssen.